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Migros verkauft die SAVIVA AG

Migros verkauft die SAVIVA AG

15.09.2021 "interim management konkret"

Hat das Geschäftsmodell der Saviva AG, Gastro Zulieferer der Migros Genossenschafts-Bund, überhaupt eine Überlebenschance? Soll saniert und/oder verkauft werden? Diese Fragen stellte sich die Geschäftsleitung, unter anderem, Herr Beat Arbenz, Leiter Direktion Corporate Finance.

Migros verkauft die SAVIVA AG

Was war die Ausgangslage und mit welchen Erwartungen haben Sie einen Interim Manager eingesetzt? Was hatten Sie dabei für Zielsetzungen?

Saviva als Gastro-Zulieferer stand anfangs 2020 angesichts der Corona-bedingten Umsatzausfälle und aufgrund einer ehrgeizigen Expansionsstrategie vor einer sehr unsicheren Zukunft. Es stellten sich grundlegende Fragen, ob das Geschäftsmodell in dieser Form überhaupt eine Überlebenschance hat und ob das Unternehmen saniert und/oder verkauft werden kann. 

Der Interim Manager musste vorerst ein transparentes und schonungsloses Bild zum Zustand des Unternehmens erarbeiten. Zugleich musste er die Organisation stabili­sieren und den Cash Abfluss zumindest eingrenzen. Es gab also unmittelbaren Handlungsbedarf zur Umsetzung von einer Vielzahl von kleineren Verbesserungen und gleichzeitig mussten die mittelfristigen Perspektiven erarbeitet werden. 

 

Welches waren die wichtigsten Ergebnisse, die der Interim Manager erreicht hat?

Der Interim Manager hatte sich in kurzer Zeit eingearbeitet und es geschafft, den Mitarbeitern die kritische Lage verständlich zu machen und ihnen gleichzeitig glaub­würdig den Weg nach vorne zu weisen. Nach einigen wenigen Monaten war er in der Lage, dem Aktionär aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen und Investitionen die Saviva wieder profitabel wirtschaften konnte.

Dies war auch für den Verkauf zentral musste doch potentiellen Käufern solide Gründe aufgezeigt werden, warum das Geschäftsmodell nachhaltig funktionieren kann. Wir haben dann auch nicht mit der Umsetzung der Transformation gewartet und so konnte der Käufer ein Unternehmen erwerben, welches bereits erfolgreich ein Paket an Massnahmen umgesetzt hat. 

 

Welche Aufgaben hatte der eingesetzte Interim Manager währen dem M&A Prozess?

Als sehr wichtige Grundlage für den Verkaufsprozess musste das Interim Manage­ment einen glaubwürdigen und realistischen Businessplan abliefern. Es durfte dabei nicht passieren, dass die Monatsbudgets während des Due Diligence Prozesses nicht erreicht werden, weil sonst der Businessplan zur Makulatur würde und die interessierten Käufer somit keine Grundlage mehr für ihren Entscheid gehabt hätten. Ebenso musste er den Interessenten aufzeigen, dass die Organisation stabil war und die Geschäftsabläufe einwandfrei funktionierten. 

Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe bestand darin, den Carve-Out Prozess in den Griff zu bekommen. Die Saviva hat in zahlreichen Themen – nicht nur in der IT – mit anderen Gruppenunternehmen eng kooperiert und es galt aufzuzeigen, wie der Gastrozulieferer ohne operative Probleme aus dem Konzern herausgelöst werden kann. 

 

Was war ein Moment in diesem Mandat, wo es eng wurde und Sie die Leistung des Interim Managers besonders unterstützend oder allenfalls auch belastend empfanden? 

Dank dem Interim Manager haben wir in recht kurzer Zeit solide Entscheidungsgrund­lagen erhalten. Dank einem gut organisierten M&A-Prozess konnte überhaupt die Option geschaffen werden, das Unternehmen zu verkaufen. Dabei war die Glaubwür­digkeit der Führungscrew zentral. 

Mit seinem enormen Engagement und seiner hohen Motivation hat der Interim Mana­ger erfolgreich für das Weiterbestehen der Saviva gekämpft. Die Interessen des Aktionärs sind im Wesentlichen die gleichen doch in einzelnen Fragestellungen gab es diver­gierende Standpunkte. Diese mussten dann halt ausdiskutiert werden.

 

Kontaktieren Sie uns unter office@top50interim.com oder +41 (0)41 412 02 02. 

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